Kaum ist der alte Herbst eingetroffen ändert sich die Gemütslage schlagartig gen Kuschelfaktor und Lust auf mehr. Wenn nichts ausserordinäres geschieht, versüßt man sich die Tage mit 'Zwischendingen'. Mein Rot aus den Haaren ist verbannt und wird ohne Chemie wieder auf eine dunkle Samtschiene getrimmt. Ich bin keine Geduldige und garantiere nicht dafür ob ich nicht nächste Woche wieder andersfarbig bin. Mit Kupferkopf kann ich im September gut leben...
Ebenso mit meinem uralt Ring den ich versehentlich wiedergefunden habe - in den 90ern aus Griechenland von mir persönlich eingeflogen. Ähnlich ging ich mit dem Kiko eye-liner um. Plötzlich in meine Finger geraten und schon schmiegt er sich wieder wasserfest an meine Lider. Dazu gehört ein Shiseido Mascara zu meinen neuen Lieblingen. Ewig vergeht die Zeit im Bad bis die Farbe wieder runter ist... doch immerhin besitze ich zu dieser Zeit die schönsten Pandaaugen weit und breit.
Der Style verändert sich gerade ein wenig. Nein, nein... schwarz bleibt, die Verspieltheit ebenfalls. Mix and Match and every day different. Denke ernsthaft darüber nach wieder einen Bob schneiden zu lassen... ohne sidecut - den sieht man leider Gottes mittlerweile überall. Es ist immer das Gleiche... kaum sind sie lang genug, bin ich es leid. Musikalisch gesehen gefallen mir gerade die dynamischen, längst bekannten Rotersand und damit die Melancholie noch ein wenig gefördert wird, geht es morgen früh raus zum fotografieren. Frühnebel, Sonne und farbiges Laub. Warm genug um auf dem Rasen zu sitzen und über Pläne zu philosophieren. Es rückt näher. Alles!
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Heute ist 'morgen' - denn den letzten Post verfasste ich weit nach Mitternacht. Ungewöhnlich. Ich dachte aus der Nachtaktivität (ohne ausgehen) bin ich raus.
Tja, das Ergebnis nach der ersten Sitzung. Wer färbt sich seine ungeliebten Ansätze schon auffälliger als sie sein sollen ^^ Natürlich mit Vorsatz und mit dem Hintergedanken im Juni vollendet zu sein. So bin ich eben... die Haare seit Jahren mein Thema. Experimentierfreudiges Wesen.
Wie beschrieb ich das Foto gerade in der Social Community Facebook "Zum zerreissen frei gegeben. Und denkt daran, natürliche Reflexe stehen mir nicht und Kritik darf immer konstruktiv sein =D". Also dann, immer ran...
Natürlich hab ich an alles gedacht. Bis auf die Frage ob die Adresse des Salons noch aktuell ist.
Ganz logische Schlussfolgerung... ich fuhr zum Falschen. "Daniel? - der ist schon vor einiger Zeit umgezogen". "In zehn Minuten bin ich da" rief ich ins Telefon während ich bereits das Dach meines Franzosen öffnete. Losrauschen quer durch die Stadt - nach heftiger Parkplatzsuche am Samstag Vormittag in MD-Stadtfeld und einem kreativen Einparkmanöver, schritt ich durch die Glastür. Da grinste er mich bereits an und entschuldigte sich das er mich nicht informiert hat =) 'Willkommen in der Familie' schien der lila Salon zu rufen. Gelächter, gut gelauntes Personal und internationale Gäste. Nach dem ersten warm werden und unendlichem Haare kämmen ging es los. Später, während der Einpinselei meiner Haare meinte er zu einer Friseurin: "Nervosität überspielt man am besten mit Haare kämmen" =D Witzig ist das diese junge Friseurin in einen benachbarten Salon rennt um sich die eigene Pracht bändigen zu lassen.

Die Farbthematik kürzten wir ab indem ich ihn schon von weitem hörte "Bei dir geht nur Kontrast. Hast du empfindliche Kopfhaut?" - ich sag doch ich bin kein Mädchen für natürlichen Schimmer und warme Farbreflexe. So färbte er mit aufhellender Farbe meine Ansätze rot. Richtig rot... kein 'Indian Summer Rot' und zog mir drei grosse 'Dreiecke' ins Haar... so, dass an drei gleichmässigen Stellen am Schopf die Farbe bis in die Spitzen schimmert. Der Rest ist schwarz... mehr schwarz als rot - andere wiederum sagen auch... wenig rot, viel schwarz. Der erste Schritt von zwei Sitzungen. Ich bin kein Fan von Geduld. Ich habe jedoch leichtsinnigerweise versprochen die Füße still zu halten und vor Pfingsten den Salon erneut zu stürmen.
Nach einer Stunde, einem Milchkaffee später und nach 3 Celebrity Magazinen, lockte mich Daniel zum Waschbecken und verpasste mir eine Kopfmassage vom Feinsten. Gleich danach entschieden wir uns die ausgefransten Enden zu cutten und auf knappe Schulterlänge zu kürzen. Rundherum durchgestuft und langem Deckhaar, mit kleinen unsichtbaren Stützhaaren - Halt und Volumen ohne das ewige Toupieren ständig anzuwenden. Danke an das scharfe Messer. Plauderei (Thema: Nachtleben und die kleinen Ablenkungen in der Stadt) und Fönaktion nahmen knapp 25 Minuten in Anspruch. Gegen 14:00 Uhr verliess ich das Haus. Ein guter Preis, super Schnitt, lockere Atmosphäre und mit Freude auf mein zu Hause, lief ich durch die Straßen... den Franzosen aus seiner misslichen Lage befreien. Ich verspreche ab heute mit allen vier Rädern auf der Strasse zu parken - doch leider passte er anders nicht in die Lücke. I swear! Und morgen überrede ich die Kamera ein paar Eindrücke einzufangen... auch von den 'neuen Haaren' ☺