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Freitag, 24. Juni 2011

WGT review, Part II

Meine Erinnerungen beginnen zu schwächeln und fliessen zwischen den Tagen so dahin. Gut, dass ich Gedanken auf we come in black festgehalten habe. Gut, dass ich im nächsten Jahr wieder zum WGT reise... denn nach dem WGT ist vor dem WGT! 
So folgen noch ein paar entspannte Impressionen aus 4 Tagen und Nächten in Leipzig zu Pfingsten. Fakt ist, wenn du die Herrscherin der Cam bist... und sich alle auf deine Bilder 'versteifen' - hast du kaum Chancen darauf zu erscheinen - ist ja nixx Neues *sigh

Heidnisches Dorf - gleich nach dem Mokka trinken

Samstag, 18. Juni 2011

WGT review, Part I

Erinnerungen zu verarbeiten bedarf Zeit... und Lust auf Photoshop. Details in aneinander gereihten Worten verewigt im WGT Tumblr 'we come in black'. Dieser wurde von mir live in Leipzig, meist in den frühen Morgenstunden, bestückt. Man mag es mir nachsehen - Großschreibung hat mich an Pfingsten nicht interessiert. Das Kino im Kopf, Erlebtes, Gefühltes (und nicht nur der schmerzende Körper von all der Bewegung) - kaum in Bildern & Worten verpackbar.

First night & day (shortcut):

The Eternal Afflict & Love Like Blood

Donnerstag, 16. Juni 2011

The Dark Shadows

In der Tat ist es nicht einfach am Alltag Geschmack zu finden. Stück für Stück nähere ich mich an und lasse einzelne Erlebnisse Revue passieren. Die Bilder vom WGT hab ich bisher nicht angerührt. Zu frisch und doch so weit entfernt sind die Erinnerungen. Nichts desto trotz gibt es einige sahnige Dinge zu erzählen.

17:00 Uhr, Leipzig Innenstadt. Erkämpfe dir einen Platz in der Tram die Richtung Agra Gelände fährt. Die Reise benötigt ca. 25 Minuten. Sitzen wäre toll! 

Neben einem 'Mädchen' mit grosser schwarzer Sonnenbrille ist ein Platz frei. Sie trägt eine Lederjacke mit einer Handvoll Buttons am Kragen, lila lackierte Nägel und einen respektablen Lidstrich. Ein langer Zopf und eine Rockabilly Strähne mit blondem Kontrast machen das Outfit perfekt. Sie spielt mit ihrem Handy und wirft ab und an einen Blick in die Runde. Es ist heiss. Kaum frische Luft zum atmen. Die Bahn von innen komplett schwarz. Irgendwann dreht sie den Kopf in meine Richtung und fragt mich ob die Bahn zur Agra fährt... fragt mich wie sie im Anschluss zum Felsenkeller kommt, in welche Strassenbahn sie steigen kann, fragt ob ich das erste Mal beim WGT bin. Möchte wissen wo wir herkommen, sie fragt nach dem Namen unserer Stadt... ob wir ebenfalls eine schwarze Szenerie vorweisen können. Dann beginnt sie zu erzählen. Sie käme aus Australien. Ihre Band trat letztes Jahr auf dem WGT auf und da sie mehr als Gefallen daran fand, ist sie in diesem Jahr privat hier. Sie bedankt sich für unsere Hilfe, lächelt. Ich wünsche ihr viel Spass und zeige ihr durch die beschmierten Fensterscheiben wo sie ihr Ticket kaufen kann. Brigitte Handley, die Frontfrau mit der rauchigen Stimme, gibt uns Flyer und erzählt von ihrer Europatour ab November. Als kleines Dankeschön schenkt sie uns Band Buttons... und zum Abschied winken wir uns zu.

Ihren Sound beschreibt die Band The Dark Shadows als "Indie Rock 'n' Roll with a dark edge and defiant punk attitude" 

Die aktuelle Single bekommt man zu hören wenn man den folgenden Songtitel anklickt: written in the snow

Sonntag, 12. Juni 2011

WGT diary

Halbzeit!
Müde sitze ich auf dem Balkon unserer Leipziger Herberge und pflege Haut, Haar und gequälte Füsschen. Tage und Nächte sind genial - das Leben könnte ewig so weitergehen. Ein kurzer Einblick ins schwarze Leben wird gern gewährt. Just klick the following link for first impressions...

We come in Black

Sobald Bilder bearbeitet und ordentlich sortiert sind, gibt es mehr davon - schliesslich muss ich ein ganzes Jahr vom Erlebten zehren =)

Heute dagegen wird das erstemal gemeinsam gekocht - die Leipziger Restaurants haben uns bisher nicht umgehauen. Vielleicht liegt es auch daran das wir keine grosse Lust haben quer durch die Stadt zu jagen und nach den Besten zu suchen. Die Wahl fällt oft aus Sympathiegründen. Der Kaffee jedoch war bisher überall excellent! Btw, das WGT Huhn freundet sich gerade mit dem Rosmarin an.

Donnerstag, 2. Juni 2011

get ready for... WGT

Wave Gotik Treffen Leipzig.
Tage vergehen wie im Flug und letzte Vorbereitungen werden getroffen. Pfingsten und das jährliche Festival Event der hiesigen schwarzen Meute rückt näher. Seit exakt 20 Jahren lockt die Stadt Leipzig Heerscharen von Musik-, Tanz- und Schaulaufwütigen Schwarzträgern an. Mit Erstaunen stellte ich fest, das 8. WGT war mein Erstes O.O
Ich erinnere mich,  wie ich mitten in einer Grünanlage meinen männlichen Begleitern die Schädel blank scherte und straffe Zöpfe knotete. Ganz zu schweigen von... *blurrymemories
Um Momente fester zu verankern werde ich ein visuelles & in Worte gefasstes Festivaltagebuch führen - bestückt mit Flyern, Momenten, gezupften Gänseblümchen, 'Fingerabdrücken'. Zumindest plane ich es... da ich mich gern ans letzte WGT zurückerinnere, weiss ich wie schnell man Vorhaben umwirft und doch Anderes erlebt.

Come what may... 
  • Tickets sind geordert 
  • Pendant zur DSLR bereits beäugt 
  • Friseurtermin steht ✔
  • Reisezeitpunkte stehen fest. Mein Franzose ist vorbereitet ✔
  • Unterkunft bei Dr. Jones bestätigt
  • Programm gecheckt, Favoriten erarbeitet, Überschneidungen verteufelt ✔ 
  • Samstag die letzten winzigen Besorgungen erledigen  
London After Midnight, WGT 2008


Bis es soweit ist, vergehen noch ungezählte Stunden und meine angehende Erkältung möge bitte asap verschwinden. Das Leben ist zu schön um zu schwächeln...

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Sonntag, 28. November 2010

a weekend in Leipzig

Der Geburtstag liegt bereits zwei Wochen zurück - doch erfreulicherweise hat ein guter Freund seine Festivität verschoben, damit ich meine beiden Live Events nicht verpasse. Unglaublich aber wahr. So machten wir uns Samstag Mittag auf, um den Ehrentag eines Ägyptologen zu feiern. Vorher ein kurzer Trip durch die Innenstadt den ich unbedingt machen wollte um mich an die Stadt zu gewöhnen. In Leipzig war es bitterkalt, es lag Schnee - sehr wenig für Winterfreunde, doch im Gegensatz zu Magdeburg, war es bereits erwähnenswert. Mich faszinieren seit jeher die mit Raureif überzogenen Bäume. Wenn sie starr und geduldig schneeweiß im Park rumstehen, auf Mädels wie mich warten um sich bestaunen zu lassen - das bringt mich zum lächeln und entlockt ein paar day dreams. Nach guten 90 Minuten Run durch die völlig überfüllte Innenstadt - machten wir uns auf den Weg zum Geburtstagskind. Keine Chance für Fotos... Finger liefen Gefahr vor Kälte in tausend Stücke zu zerbrechen. 

Schlappe 33 Jahre und fast ein Doktor. Nach erfolgreichem einparken und mit sämtlichen Taschen bewaffnet (3 Taschen, 2 Personen, 1 Nacht) schob ich mich durch die schwere alte Holztür des Jugendstilaltbaus. Knarrende Holzstufen, Stuck an Wänden und Decken, Jugendstil Verglasungen an Fenstern und ein Minilüster im Treppenhaus. Ich liebe diese alten Häuser und schalte mein Kopfkino an. Was wäre wenn...

Als Dr. Jones die Tür öffnete und sich grinsend vor uns aufbaute, kam mir die erste Welle Knoblauch entgegen. Eastern bloodline? Dann Vorsicht beim Eintreten ins Reich des Koches. Jedoch sind weder Fledermäuse vom Himmel gefallen, noch hab ich Nebenwirkungen an mir feststellen dürfen. Ich bin keine Knoblauchliebhaberin, er darf gern mitspielen - doch darauf rumkauen und ihn sehen möchte ich nicht. Da unser Geburtstagskind das Kochen für sich entdeckt hat, gab es eine Idee die er umsetzen wollte. Rezept kam aus einem Foodblog und wurde vorher nicht ausprobiert! Soviel Mut muss belohnt werden, doch womit, weiss ich nicht. Sage und schreibe 4 Hühner, Unmengen Reis, Datteln, Sonnenblumenkerne, Thymian, Wachteleier, Champignons in 3 Größen, Weißwein, Calvados und... Achtung: 40 Zehen Knoblauch. Das Knoblauchhuhn. Ein skeptischer Blick und ich verschwand im dunklen Wohnzimmer - Heizung aufdrehen, E-Mail schreiben, auf Gäste warten. Alte Bekanntschaften und Freunde treffen. Irgendwann waren wir 10 hungrige junge Menschen. Experimentelles Kochen und hungrig sein passt nicht zusammen. Für mich eine Spur zu zart gewürzt (ich habs gern scharf ^^) und der Reis war mir eine Runde zu süß - macht aber gar nichts. Vom Knoblauch rede ich erst gar nicht - der wurde ignoriert. Mit Rotwein nachspülen und Vanilla Coke zwischendurch. Es gab viel Gelächter, unendliche Themen, EBM und dark electro im Hintergrund, Hafer cookies mit white chocholate und dann und wann zupfte man zart an den Saiten einer Gitarre. Rotwein, der gute Treffen Met vom letzten WGT und Bier durften nicht unberührt am Platz stehen bleiben. Spät in der Nacht stand die Geburtstagstorte im Vordergrund und irgendwann wurde tatsächlich ein wenig geschlafen. Über den Morgen danach gibt es nicht viel zu sagen - jeder kennt die Geschichte mit dem schweren Kopf...



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